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4 Länder, 16 Köpfe und das Ende der Rezept-Diktatur

  • Autorenbild: Sven Götz
    Sven Götz
  • vor 4 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Ich weiß, dass du das kennst: Du stehst in der Küche, Rezept in der Hand, und plötzlich fühlt sich Kochen an wie ein strenger Unterricht. „Genau 124,5 g hiervon, 3 Minuten dort, nicht mehr, nicht weniger.“ Dabei sollte Kochen doch Spaß machen, kreativ sein und vor allem praktisch für den Alltag. Genau das war das Motto eines ganz besonderen Kochkurses, den ich als Ernährungsberater begleitet habe. Es war das Ende der Rezept-Diktatur:


16 Teilnehmende, vier Länder, eine Schulküche in Hausach und ein Prinzip, das die Rezept-Diktatur endlich beendet hat, denn Prinzipien sind in der Küche wichtiger sind als starre Rezepte.


Vier Länder, vier Gruppen, ein gemeinsames Prinzip


Der Verein „Kinzigtal goes vegan“ hat den Kurs organisiert, und ich durfte die Teilnehmenden durch eine kulinarische Weltreise führen. Die 16 Teilnehmenden wurden in vier Gruppen aufgeteilt, jede Gruppe bekam ein Land zugewiesen. Das Ziel war nicht, ein bestimmtes Rezept 1:1 nachzukochen, sondern ein Prinzip zu verstehen, das in allen Küchen dieser Welt funktioniert.


Das Prinzip war einfach:

  • Bratlinge als Hauptkomponente

  • Sauce für Geschmack und Feuchtigkeit

  • Beilage als sättigendes Element

  • Salat für Frische und Textur

  • Dip als geschmacklicher Kick


Jede Gruppe kochte genau diese fünf Komponenten, aber mit Zutaten und Gewürzen, die typisch für ihr Land waren. So entstanden Gerichte aus vier Ländern, die sich in Geschmack, Textur und Temperatur unterschieden, aber alle nach dem gleichen Grundmuster aufgebaut waren.


Warum Prinzipien vor Rezepten stehen

Das Besondere an diesem Kurs war, dass die Teilnehmenden nicht einfach Rezepte abtippten, sondern das Prinzip dahinter verstanden. Das bedeutet: Wenn du weißt, wie eine leckere Bratling-Mischung funktioniert, kannst du sie mit jeder Gemüse- oder Hülsenfrucht-Variante ausprobieren. Wenn du die Idee hinter einer Sauce kennst, kannst du sie mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen anpassen.


Das macht Kochen flexibler und viel weniger stressig. Du bist nicht mehr an ein Rezept gebunden, sondern kannst mit dem arbeiten, was du gerade im Kühlschrank hast. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch nachhaltig und spart Geld.

Die Geheimwaffen: Gemüsebrühe und Salatsauce

Zwei Komponenten aus dem Kurs möchte ich besonders hervorheben, weil sie in jeder Küche zu Hause sein sollten: die selbstgemachte Gemüsebrühe und die Salatsauce. Beide sind einfach herzustellen, vielseitig einsetzbar und geben deinen Gerichten das gewisse Etwas.


  • Gemüsebrühe Statt Fertigpulver oder Würfeln haben wir eine Brühe aus frischem Gemüse gekocht. Das Ergebnis ist ein intensiver Geschmack, der jedes Gericht aufwertet. Außerdem kannst du die Brühe in größeren Mengen vorkochen und einfrieren.


  • Salatsauce Die Salatsauce war so lecker, dass sie fast schon als Dip durchging. Sie ist schnell gemacht, hält sich im Kühlschrank viele Tage und passt zu allen möglichen Salaten und schnellen Bowls.


Beide Rezepte gab es natürlich zum Mitnehmen, damit die Teilnehmenden sie zu Hause nachkochen und in ihren Alltag integrieren können.

Vorkochen als Alltagstrick

Mein größter Tipp für alle, die im Alltag wenig Zeit haben: Batch Cooking (oder auf gut Deutsch: Vorkochen wie ein Profi).

  • Koch Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide in großen Mengen vor.

  • Ab in den Kühlschrank.

  • Und dann? Täglich neu kombinieren!

So wird aus dem Getreide von Montag am Dienstag ein Bratling und am Mittwoch die Einlage für eine Bowl. Das ist Praxistauglichkeit, die wirklich funktioniert.


Ein bunter Mix aus Texturen, Geschmacksrichtungen und Temperaturen

Am Ende des Kurses gab es 4 Menüfolgen und viele bunte Teller mit Gerichten aus vier Ländern, die alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut waren. Es gab knusprige Bratlinge, cremige Saucen, frische Salate, warme Beilagen und würzige Dips. Die Kombinationen waren vielfältig und zeigten, wie abwechslungsreich eine pflanzliche Küche sein kann.


Die Teilnehmenden waren begeistert von der Vielfalt und der Möglichkeit, die Prinzipien später zu Hause flexibel anzuwenden. Das gemeinsame Kochen und Probieren hat nicht nur den Gaumen erfreut, sondern auch den Teamgeist gestärkt.


Lust bekommen, den Kochlöffel selbst zu schwingen?

Du willst auch weg von „Was soll ich heute bloß kochen?“ hin zu „Ich mix mir kurz was Geniales zusammen“? Meine Kurse sind für alle, die Lust auf echtes Essen, gute Laune und eine Prise Küchen-Anarchie haben.

Buche jetzt einen Kochkurs bei mir, lerne unterschiedliche Koch-Prinzipien und erlebe, wie viel Freude und Leichtigkeit Kochen bringen kann.




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